Das war 2015: Unser großer MINISTRY GROUP Jahresrückblick

2015. Gefühlt kaum begonnen und schon ist’s auch wieder fast vorbei, ruck-zuck. Aber für einen Jahresrückblick reicht’s noch, so viel Zeit muss sein: Bunt war’s bei uns und irgendwie vielversprechend. Nimm dich in Acht, 2016 – wir kommen aus vollem Tempo angestürmt, um dich zu erobern! Das war 2015: Unser großer MINISTRY GROUP Jahresrückblick weiterlesen

Agency Band Aid 2015: Helfen gewinnt!

Ministry Agency Band Aid 2015

Am 14. November fand unser bisher drittes Band Aid Festival statt – trotz der schrecklichen Attentate am Vorabend in Paris. Denn wir finden: der Terror darf uns nicht lähmen – und erst recht nicht davon abhalten, anderen zu helfen, oder?

Agency Band Aid 2015: Helfen gewinnt! weiterlesen

Schleichwerbung? „Nein, danke!“

Valentin hatte Spaß und ich muss aufräumen … Wichtiger Bildhinweis: Dies ist keine Schleichwerbung ;-)Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich heute mit dem Thema Schleichwerbung in Social Media. Wichtiger Bildhinweis: Dies ist keine Schleichwerbung – einfach weiterlesen und ihr werdet verstehen! 😉 Schleichwerbung? „Nein, danke!“ weiterlesen

Rückblick auf die AllFacebook Marketing Conference 2015 in München

AllFacebook Marketing Conference

Es war wieder so weit, die AllFacebook Marketing Conference.

Diesmal ging es für AntTrail in Persona von André und Tilman nach München. Es folgt ein subjektiver Reisebericht: Rückblick auf die AllFacebook Marketing Conference 2015 in München weiterlesen

Agency Band Aid 2014: music goes social – again!

Gutes Ergebnis eines guten Abends mit guter Musik.
Gutes Ergebnis eines guten Abends mit guter Musik.

Als wir im Jahre 2013, aus einer Schnaps-Idee heraus, ein eigenes Band-Aid auf die Beine stellten, war niemandem bewusst, dass sich ein Kult-Format bilden würde. Agency Band Aid 2014: music goes social – again! weiterlesen

Vertrauen ins Team – Wir sind nominiert für den New Work Award!

Wir freuen uns: unsere Anstrengungen, ein Unternehmen zu bauen, in dem Menschen jeden Tag gerne arbeiten (und feiern), wurden heute ein weiteres Mal gewürdigt: Vertrauen ins Team – Wir sind nominiert für den New Work Award! weiterlesen

Oh Facebook mein Facebook – fans oder Fans?

Wer seine Strategie auf bezahltes Wachstum ausrichtet, muss sich nicht wundern, wenn das organische Engagement sinkt.

Die Frage, ob Facebook nun sinnvoll für Marketer ist oder nicht und welche Zielgruppen nun erreichbar sind, beschäftigt die Experten nicht erst seit gestern. Sei es die Aussage von Forrester-Analyst Nate Elliott, dass Facebook mit der letzten Ankündigung quasi die „organische Reichweite killt“ (nebst Gegenargument vom langjährigen Ford Social Media Verantwortlichen Scott Monty), sei es die Überprüfung der These, dass Teenies von Facebook flüchten von Christiane Henne für WuV (ausgerechnet WuV, deren Tochterblatt Lead Digital quasi wöchentlich Facebook totschreibt), oder die etwas ältere These von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach: „Wer nicht zahlt, ist nicht sichtbar.“

Insbesondere die letzte Aussage hat mich dazu verleitet vor zwei Wochen auf der AllFacebook-Konferenz in Berlin zu sprechen.  „The Sweet Spot of Community Management – Erfolgreich auf Facebook ohne Werbung“ war meine Gegenthese und da die Slides ohne Tonspur nicht wirklich funktionieren, möchte ich an dieser Stelle noch mal etwas ausholen.

IMG_5951
©2014 Scott Davidson – AllFacebook Marketing Conference

Warum diskutieren wir über Facebook Werbung? Die landläufige Meinung ist: „ohne Werbung geht es nicht“, denn Posts kommen nicht in den News-Feed der Fans. Dies hat vor allem zwei Gründe: Es gibt mehr Nutzer, mehr Seiten, mehr Content und genauso wie bei Blogs hat sich die Ratio von Angebot und Nachfrage ganz extrem verschoben.

Man denkt also schon sehr früh an die Bewerbung, was zur Folge hat, dass Visuals nur 20% Text haben und auf den Click optimiert sind.

Eine Basis für die Entscheidung pro Werbung sind die KPIs, die alle sinken. Allerdings ist das Problem doch, dass die Zahlen nicht vergleichbar sind. Ja: man kann Pages in Größen-Cluster gruppieren und Rückschlüsse ziehen, aber man kann ja nicht einmal die Zahlen mit denen der vergangenen Jahre vergleichen. Wie schon gesagt, es gibt mehr User, mehr Pages, und nicht nur die Fanzahl hat sich verändert, so dass die Resultate anders werden, sondern Facebook hat sowohl den Newsfeed-Algorythmus als auch Regeln für Pages geändert.

Die Prämisse  – Facebook-Werbung muss sein, Reichweite um jeden Preis – ist falsch, denn der Blick auf die Community wird verfälscht. (Kleiner Einschub: Wir schalten für unsere Kunden auch Werbung, wenn das ins Konzept passt, aber erst, nachdem wir „nackte“ Insights gewonnen haben. )

In meinen Augen ist es nicht sehr sinnvoll, dass man sich auf der einen Seite Storytelling auf die Fahnen schreibt, fans zu Fans machen möchte und dann a priori diskutiert, wie viel Budget jeder Post bekommen soll. Ja, es kann sein, dass man später Anzeigen schaltet, aber man kauft ja auch nicht das Bleichmittel bevor man versucht hat, den Fleck mit normalem Waschpulver rauszukriegen.

Der Punkt:
Wir wollen echte Fans, die miteinander interagieren; auf einer Plattform, die wir ihnen bieten. Darauf sollte die Strategie ausgerichtet sein, nicht auf das künstliche Aufblasen der Community, was dann dazu führt, dass Kunden fragen stellen wie „Was schätzen Sie wie viele unserer Fans echte Fans sind?“

Die Inhalte müssen für die echten Fans relevant sein, damit diese liken, kommentieren und sharen.

Nochmal:

Die Inhalte müssen für die echten Fans relevant sein, damit diese liken, kommentieren und sharen.

So fällt die sinkende durchschnittliche organische Reichweite kaum ins Gewicht, weil die Engagement-Rate hoch bleibt.

Deswegen fangen wir bei unseren Überlegungen immer mit „Why“ an – warum ist jemand Fan unserer Seite geworden (echter Fan)? Was könnte ihn interessieren? Daraus entwickeln wir verschiedene Storylines und testen diese zunächst ohne Werbung. Nur so können wir überprüfen, ob wir mit unseren Thesen richtig liegen.

Und nur wenn wir auf inhaltlich-bedingtes, organisches Wachstum setzen, müssen wir nicht für eine hohe Engagement-Rate zahlen… Und dann freuen wir uns über solche Ergebnisse:
Bildschirmfoto 2014-11-27 um 12.19.06

 

Expertise

Wenn man als „Experte“ zu einer Talkrunde eingeladen wird, schmeichelt das. Ist so. Wenn einen dann noch einer der 100 größten Konzerne der Welt einlädt: Schampus!

Im konkreten Fall: Die Deutsche Post. Jetzt kann man über die Deutsche Post denken, was man will – für mich ist die Deutsche Post meine persönliche Mutter der Kommunikation…, sozusagen „das analoge Internet meiner Jugend“. Fast alles was ich heute per Laptop, Smartphone, Tablet und Co. erledige, ging früher nur über eine Instanz: Die Post. Telefonieren, schriftliche Nachrichten versenden oder jemanden per Telefonbuch stalken. Fakt: die Kommunikationsgeschichte meiner Jugend ist gelb.

Ich bin also der Experte zum Thema  „Sei mein Freund und kaufe bei mir ein“ – Sub: „Social-Media-Marketing – Segen oder Fluch für den Mittelstand“.

Okay, in dem Moment, in dem ich das schreibe, merke ich es selbst: Das ist jetzt nicht der Vortragstitel mit dem man sich bei TED(x) bewirbt. War aber so vorgegeben.

Zugegebenermaßen wurde ich gefragt, ob ich das ändern möchte – habe aber gesagt, dass das völlig okay für mich wäre. Es war insbesondere deshalb okay, weil das Format für mich ein vollkommen ungewohntes war. Ich wurde diesmal nicht gebeten den 45minüter mit den üblichen Anekdoten, Successstories und der der Höflichkeit geschuldeten Passage „Wir haben auch mal etwas richtig doll falsch gemacht… um dann aber folgende wertvolle Learnings daraus mitzunehmen“ vorzutragen! Es ging auch nicht um die schmissige „Expertenrunde mit total kontroversen Teilnehmern“.

DPM Social Media Golflounge

Die Idee war so simpel wie cool: 90 Minuten, 25 Entscheider aus dem lokalen Mittelstand, eine Moderatorin, ein Experte. Keine Agenda, keine Vorgaben, kein Bullshit. Nur die Hoffnung, dass sich eine lebhafte Diskussion ergibt. Und das allerbeste: Kein Mensch wusste, ob das funktionierten würde, da auch die Veranstalter auf Seiten der Post soetwas noch nicht probiert hatten.

Nun ist es so, dass ich es hasse Vorträge vorzubereiten. In der Regel entstehen meine Präsentationen in der Nacht bis hin zu wenige Minuten vor dem Termin. Das Format kam meinem Naturell also extrem entgegen – dachte ich. War aber am Vorabend dann gefühlt doch nicht so. Die Nacht habe ich also damit verbracht die Teilnehmer akribisch digital zu durchleuchten. Was haben die eventuell für Vorkenntnisse, was machen deren Unternehmen auf Facebook und Twitter, was könnten die fragen…

DPM Social Media Golflounge

Sauber aufmunitioniert erscheine ich Tags darauf also in der Golf-Lounge (übrigens – Achtung Werbung – eine sehr geschmeidige Location). Im Gepäck: ein bunter Strauß voller Weisheiten, guter Tipps und raffinierter Gesprächs-Opener für jeden einzelnen Gast.

Wie gesagt: Location super, Gastgeber professionell, Stimmung locker,… ich dementgegen relativ unsicher was passiert.

Ich mache es nicht spannender als es eigentlich war: Das war für mich einer der entspanntesten Vortragsabende ever. Selten habe ich eine Runde erlebt, die unbefangener, unprätentiöser, offener und mehr auf Augenhöhe über ein Thema diskutiert hat als hier.

Selten habe ich mit Marketeers und Geschäftsführern so ohne das Gefühl jetzt etwas „extrem disruptives“ sagen zu müssen das Thema Social Media behandelt und selten hatte ich mich in der „Expertenrolle“ so wohlgefühlt wie hier.

Die Themen die auf den Tisch kamen waren soweit entfernt von der omnipräsenten KPI-Diskussion, Datenschutzgelaber, Big-Data-Bullshitbingo und ERP-Integrationswahnsinn wie man es sich nur vorstellen kann. Es ging fast ausschließlich darum, was Social Media kann und was vielleicht nicht. Was Sinn macht und was vielleicht nicht. Warum das eine funktioniert und das andere vielleicht nicht. Mit anderen Worten, wir haben uns über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Beziehungen zwischen Unternehmen und Menschen unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. So wie früher – als das Social Media Gras noch grün war. Das war gut!

DPM Social Media Golflounge

Mittelstand rockt… das kann ich als Kleinunternehmer mit Konzernkunden ohne Selbstbeweihräucherung sagen. Ich habe extrem Lust darauf bekommen mehr Mittelstandskunden zu betreuen. Die Deutsche Post rockt auch… wegen der gelben Telefonzellen von damals… und der Telefone mit Wählscheiben die mich gelehrt haben mir Nummern zu merken… und wegen der Möglichkeit einen handgeschriebenen Brief zu verschicken… und weil die Deutsche Post ein innovatives Unternehmen ist, das den Mittelstand nicht vergisst.

Lass uns Freunde bleiben – Blogger Relations vs. Facebook

Noch immer ist das Thema Blogger Relations in der Berufskommunikatorenfraktion aktuell. Nicht verwunderlich denn Schuster bleiben natürlich bei ihren Leisten.
Verständlicher wird dies unter dem Gesichtspunkt der Konstanz: Früher waren die Ansprechpartner Journalisten, dann Blogger, dann Influencer, demnächst dann die YouTuber (allein daran wird wieder mal deutlich wie weit der Mainstream zurückhängt, auch in der Kommunikation). Verständlich auch, weil es mühsam ist, sich den ständig ändernden Begebenheiten auf Facebook anzupassen, bzw. neue, funktionierende Herangehensweisen für die sich ändernde Landschaft zu erarbeiten. Dass einige Strategen Facebook nicht mehr als sinnvollen Kommunikationsort erachten ist für viele scheinbar das langersehnte Signal, auf andere, kontrollierbarere Pferde zu setzen und Facebook einfach mit dem bekannten Schema so lange weiter zu bedienen, bis die Kunden selber den Hahn zudrehen. Nun fängt auch Twitter an, am Newsfeed herumzuschrauben, leider noch bevor das Anzeigenprodukt für nur in Deutschland werbende Firmen/Agenturen der Rettungsanker sein konnte, denn mit Werbebudget lässt sich ja bekanntlich jede Kampagne zum Guten wenden.

Natürlich gehört Blogger Relations auch zu AntTrails Portfolio. Oder Influencer Relations. Oder was auch immer gerade nom du jour ist, meine Meinung dazu vom vergangenen Dezember sollte bekannt sein. Man muss sich aber immer die Frage stellen, was der effizienteste Ansatz ist, sowohl für den Kunde und Agentur.

©communitymanagerappreciationday.com
©communitymanagerappreciationday.com

Meines Erachtens ist es sinnvoller, den schwierigeren Weg (ja, den über Facebook) weiterhin zu gehen, weil er insgesamt besser skaliert und messbarer ist als Blogger Relations. Die schwierige Frage nach dem Social ROI hört ja nicht bei Facebook und Twitter auf, sondern muss auch bei Blogs gestellt werden. Und längst nicht alle Blogger wissen über ihre Reichweite, Leserschaft, etc Bescheid,  hinzukommt, dass die Bloglandschaft noch weiter fragmentiert bleiben wird, Leser weiterhin nicht die Zeit haben, 20 Fashionblogs zu lesen. Micro-Nischen sind sinnvoll, aber zurzeit ist das über Facebook einfach besser steuerbar, bedienbar und messbar.
Natürlich hat es (nicht zuletzt SEO-) Vorteile, wenn man die „Botschaft“ auf viele Blogs/Webseiten etc streut. Andererseits profitiert die Marke sehr davon, wenn die Facebook Seite die Community zusammen führt und sich viele Markenfreude dort aktiv beteiligen, weil der Ton stimmt.

Wir sehen die stetige Veränderung der Rahmenbedingungen bei Facebook als Indiz dafür, dass das Netzwerk weiterhin bestehen wird und nicht den Weg von MySpace und Friendster gehen wird, eben weil es sich anpasst bzw. richtiger: den Weg vorgibt. Und wir merken, dass die Tools mit wachsen, sodass wir auf die Frage nach einem ROI gute, befriedigende Antworten geben können.