Erfahrungsbericht Cross Mentoring Teil 2: Antje und Arman

Als die Mail von Andi kam, dass die Ministry Group Mentoren für das Cross-Mentoring-Projekt sucht und unterstützt, war mir sofort klar: Da mach ich mit!

Ich bin in meinem Leben sehr viel gereist, habe im Ausland durch Couchsurfing tolle Erfahrungen mit anderen Kulturen gemacht und in Notsituationen durch Fremde Hilfe erfahren. Ich weiß, was es für eine große Bereicherung ist, seinen Horizont für andere Kulturen zu öffnen und dass man nur profitieren kann, wenn man offen auf neue Erfahrungen und Menschen zugeht.

Helfen? Klar! Aber wie?

Als ich nach meinem Studium wieder nach Hamburg gezogen bin, wusste ich sofort, dass ich im Hinblick auf die Flüchtlingskrise gerne helfen möchte. Die Bilder von kleinen Kindern, die in so frühen Jahren schon schlimme Erfahrungen auf der Flucht machen müssen, Frauen, die unermüdlich den Weg in die Sicherheit suchen und dabei riesige Hürden auf sich nehmen und Männer, die sich für ein besseres Leben für sich und ihre Familien in Lebensgefahr begeben, haben sich in meinem Kopf “eingebrannt”. Also versuchte ich, irgendwas zu tun. Ich bin in die Messehallen gegangen, um bei der Sortierung der Spenden zu helfen, ich habe versucht, Tandem-Partner für Sprachen zu finden oder eine Patenschaft für ein Flüchtlingskind zu übernehmen. Aber entweder war mir die Hilfe zu indirekt oder aber echt schwer, etwas Geeignetes zu finden. Ich bin berufstätig und viele der Hilfsangebote beinhalten Aktivitäten während des Tages, wie z.B. zu Ämtern mit den Flüchtlingen zu gehen.

Das Projekt von ImpactDOCK kam deshalb wie gerufen. Nicht nur, dass MINISTRY zu 100 Prozent dahintersteht und diese Initiative begrüßt, sondern auch, weil es eine WIN-WIN-WIN-Situation für alle beinhaltet. Für mich, weil ich endlich etwas tun und dazulernen kann, für die Firma, da Projekte aus dem Unternehmensalltag zusammen mit dem Mentee bearbeitet werden und natürlich für den Zuwanderer, der 1:1-Kontakt mit Deutschen bekommt, in unsere Arbeitskultur Einblick bekommt und zu guter letzt auch seine Sprachkenntnisse verbessern kann.

Antje und ihr Mentee Arman
Mentee Arman aus dem Iran und Mentorin Antje

Thank God it’s Friday!

Mein Mentee Arman und ich treffen uns jeden Freitag. Arman kommt aus dem Iran, kann von Systemadministration über Grafik-Design bis hin zum Filmemachen ziemlich viel und überrascht mich immer wieder mit Dingen, die ich vorher nicht über den Iran wusste. Eigentlich wollten wir gemeinsam die “Marke Deutschland” aus Zuwanderersicht entwickeln. Mittlerweile hat sich allerdings ein anderes, ebenfalls sehr spannendes und vor allem auch reales Projekt ergeben, bei dem Arman aktiv mitwirkt. Wir entwickeln nämlich für ImpactDock eine Kommunikationsstrategie – und helfen somit auch den Initiatoren dieses tollen Projekts dabei, noch mehr Unternehmen mit dieser Idee zu erreichen und davon zu überzeugen.  

Ich kann auf jeden Fall für mich sagen, dass ich mich sehr auf die nächsten 12 Monate freue und dankbar bin, dass MINISTRY ein so offenes und soziales Unternehmen ist und sich auf dieses “Experiment” einlässt.

Seid gespannt, was Susanne im Teil 3 dieser Serie zu berichten hat!

Veröffentlicht von

Antje Kroon

Hallo! Ich bin Antje - Strategic Planner bei der Ministry Group. Ab und zu brech ich aus meinem analytischen Alltag auch mal aus und mach so kreativen Krams wie z.B. DIY für die Wohnung, bunte Bildchen malen oder halt auch mal einen Blog-Beitrag zu schreiben.

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