Der Kickertisch im Büro, eine fast gewöhnliche Geschichte

Als die ersten Kickertische die Büros eroberten, konnten die Geschäftführer noch behaupten, sie seien Business Punks und vor allem um das spaßige Wohl ihrer Mitarbeiter bemüht. Heute gilt ein Kickertisch in vielen Büros schon zur Standardausstattung. So auch bei uns. Umso stolzer sind wir, dass der Tisch den Ehrgeiz einiger viele geweckt hat und sich mehr als nur ein paar Feierabend Kurbler abends um den Tisch versammeln. Und so geschah es, dass wir vor ca. 1,5 Jahren den Ministrantischen Kicker Bund gründeten und pro Quartal eine Kickermeisterschaft austragen.

Logo Ministrantischer Kickerbund

Für das Zusammenstellen von ausgeglichenen Teams für unser Kicker-Turnier brauchten wir eine Übersicht der Spielerstärken. Anfangs hatten wir das über eine Excel-Liste gemacht, indem ein paar Leute eingeschätzt haben, wir stark die jeweiligen Spieler sind. Aber in einer Coder-Butze kann man das ja auch automatisiert über die Begegnungen berechnen, die jeden Tag gespielt werden.

Von anderen Spielen kannten wir bereits die ELO-Zahl, die zur Berechnung von Spielstärken verwendet wird. Weltweit wird dieses System (erfunden in den 60ern für die Schach-Weltrangliste) in allen möglichen Sportarten und Spielen verwendet.

Das System basiert darauf, dass man mit einem bestimmten fiktiven Wert (z.B. 1000) startet und nach der Spielstärke des Gegners bei einem Match Punkte gewinnt oder verliert. Ist der Gegner stärker als man selbst (er hat also einen höheren ELO-Wert), gewinnt man bei einem Sieg viele Punkte und verliert bei einer Niederlage wenige. Je stärker der Gegner, desto niedriger die Wahrscheinlichkeit eines Sieges und desto mehr Punkte würde man gewinnen. Da das System für Einzelspieler entworfen wurde, haben wir es leicht angepasst für Teams.

Dadurch, dass alle Spiele gespeichert werden (und nicht nach der Berechnung des neuen ELO-Wertes der Spieler verworfen werden), können vielzählige Statistiken erstellt werden, wie z.B. der Verlauf des ELO-Wertes über die gesamte Karriere, Lieblings- und Hass-Mitspieler, Lieblings- und Hass-Gegner und theoretisch noch viel mehr.

Desweiteren gibt es eine Noob-Liste, in der alle Spieler mit weniger als 20 Spielen geführt werden. In diesen 20 Spielen soll sich der ELO-Wert des Spielers an seinen realen ELO-Wert annähern. Ist ein „Noob“ mit am Tisch, verlieren und gewinnen alle anderen Nicht-Noobs keine Punkte. Dieses soll verhindern, dass z.B. ein neuer Spieler die ELO-Werte der bestehenden Spieler zu stark beeinflusst.

Statistik im Detail

Ihr seht, wir nehmen selbst den Spaß sehr ernst. Solltet ihr mal nach 18 Uhr in unseren Räumlichkeiten sein, seid euch sicher, dass ihr in der “Noob”-Liste landet. Und wir hoffen natürlich, dass ihr auch den Ehrgeiz entwickelt, möglichst schnell unter den Profis zu landen.

 

Ein Gedanke zu „Der Kickertisch im Büro, eine fast gewöhnliche Geschichte“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.