London calling: Sams Praktikumsbericht

Sam in London

Unsere liebe Kollegin Sam hat einen ganz besonderen Blogartikel geschrieben – und zwar über ihr 14-tägiges Auslandspraktikum in London, welches sie Anfang 2016 absolviert hat – ganz viel Spaß beim Lesen! 

Falls ihr Fragen habt oder gerne exklusive London-Tipps von Sam haben möchtet, hinterlasst doch einfach einen Kommentar unter diesem Artikel! Los geht’s:

London – next Stop Bellingham

Next Stop Bellingham

„Next station: Bellingham.“ – Da bin ich nun. Für die nächsten zwei Wochen ist hier also mein „Zuhause“. Etwa 45 Minuten von Londons Zentrum entfernt, befindet sich meine Unterkunft. Ein sehr modernes Gebäude. Anders als erwartet. Aber trotzdem nett. Gegenüber befinden sich ein kleiner Supermarkt und etwa 50 Meter weiter eine Polizeistation. Bevor ich jetzt allerdings ausschweife, wäre es jedoch sicherlich interessant für euch zu wissen, wie es überhaupt zu diesem Praktikum in England kam. Vielleicht war es Schicksal. Vielleicht auch nur Zufall, denn soweit ich mich erinnern kann, hat eigentlich alles durch ein beiläufiges Gespräch angefangen. Ein Freund erzählte mir von einem Stipendium, das es Auszubildenden ermöglicht ein Praktikum im Ausland zu machen. Eine hervorragende Chance, dachte ich. Nicht nur, weil man dadurch seinen Horizont erweitert, sondern auch neue und einzigartige Erfahrungen sammelt, die einem für immer bleiben und die niemand nehmen kann. Egal wie gut oder schlecht das Praktikum letztendlich sein mag. Denn oftmals sind es gerade die Erfahrungen, die uns belehren und damit helfen sich weiterzuentwickeln. Das Schwierigste ist meiner Meinung nach der erste Schritt. Zumindest ging es mir so. Allerdings war mein Interesse geweckt. Daher informierte ich mich in den darauf folgenden Tagen über das Stipendium, verfasste ein Motivationsschreiben, brachte mein Portfolio auf den neuesten Stand und sammelte schließlich alle notwendigen Unterlagen zusammen. Ein paar Monate später erhielt ich dann die Zusage – und nun stehe ich hier…

Meine Gastfamilie wohnt im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses. Freundlich werde ich von einer netten jungen Damen meines Alters begrüßt. Ebenso von einem kleinen süßem Mädchen, das mich mit ihren großen Augen mustert. Sie erinnert mich an mich selbst, als ich in ihrem Alter war. Schüchtern und verlegen, zugleich aber total neugierig! Ebenso wie ich es jetzt bin. Neugierig, aber auch gespannt auf das, was mich die nächsten zwei Wochen erwartet.

Zunächst muss alles Organisatorische erledigt werden. Vieles wurde durch eine Partneragentur im Vorwege organisiert, die sowohl für die Suche eines geeigneten Praktikumsplatzes, als auch für eine Unterkunft zuständig war. So hatte ich mich „nur“ um Flüge, einen Transfer und solches zu kümmern. Am darauffolgenden Tag fahre ich also zu TWIN, der Partneragentur. Dort erhalte ich alle Informationen über mein bevorstehendes Bewerbungsgespräch in der Agentur, in der ich mein Praktikum absolvieren werde. Außerdem erhalte ich alle relevanten Infos, die für meinen Aufenthalt wichtig sind.

Hier macht Sam ihr PraktikumAnschließend geht es zum Bewerbungsgespräch nach Sutton. Ein sympathischer, recht junger Mann von Immersive Media begrüßt mich in einem futuristischen Gebäude, das hochherrschaftlich eingezäunt ist. Ich zeige ihm mein Portfolio und erzähle ihm ein bisschen was über mich und Ministry, woraufhin er mir meine zukünftigen Aufgaben erläutert. Zum einen geht es darum eine neue Broschüre für die Firma zu gestalten. Zum anderen sollen ein paar neue Ideen für das bestehende Firmenlogo her. Eine anzunehmende Aufgabe, wie ich finde. (Es wird also kein „Kaffee kochen“ sein.. Puuh…, was aber ohnehin nicht infrage kommt, da der Raum, in dem ich arbeiten werde sehr klein und überschaubar ist und sich eine Kaffeemaschiene im selben Raum befindet.) Insgesamt verläuft das Gespräch sehr entspannt. Bis auf Ben, der die Firma leitet, ist da noch Dominic, der für die Organisation der Projekte zuständig ist und stets von der Qualität seiner gekauften Schuhe aus Deutschland schwärmt. Ein sehr lieber und netter Mensch, der bis auf ein gebrochenes „Alles gut!“ kein deutsch spricht und sich umso mehr darüber freut, als er schließlich auch ein „Moin Moin“ drauf hat.

Meine Arbeitszeiten sind nicht viel anders als bei Ministry – 9 bis ca. 18 Uhr. Meine Fahrzeit zur Arbeit ist jedoch doppelt so lang, teils sogar noch länger, weil die Bahn permanent Verspätung hat und teilweise auch nur im 20-Minuten-Takt fährt. Das Gefühl, die meiste Zeit in der Bahn zu sitzen, entschwindet jedoch nach einer knappen Woche und schließlich laufe auch ich an der Spitze mit, wenn es darum geht „Rolltreppe auf, Rolltreppe ab, links herum, geradeaus, durch den Tunnel und wieder rechts“. Wer schon mal in London war, weiß, wovon ich spreche. Ich merke, ich bin angekommen und fühle mich total wohl. Die Menschen, die mir begegnen, sind stets hilfsbereit und total freundlich. Durch die aufgeschlossene Art ist es nicht schwer Kontakte zu knüpfen. Außerdem steht mir meine Gastfamilie bei allem zur Seite und bemüht sich immerzu darum, dass es mir gut geht und ich mich wohl fühle.

Famous Bagels, pleaseMeine Freizeit kann ich gestalten, wie ich möchte. Ich bin an keine Zeiten gebunden und versuche daher die Zeit so gut wie möglich zu nutzen und Dinge zu unternehmen, die ich bei meinem letzten Besuch in London nicht getan oder gesehen habe. Vor allem sind es die bekannten Märkte, die auf meinem Programm stehen, ebenso ein recht bekannter Bagel Shop, auf den Lisa mich freundlicherweise hingewiesen hat. Es macht großen Spaß und fühlt sich irgendwie anders an, wenn man plötzlich „ein Teil“ von den dort lebenden Menschen und ihrem Alltag ist. Alles ist total aufregend und man ist plötzlich mittendrin, statt nur dabei. Auch, wenn es nur zwei Wochen sind! Leider vergeht die Zeit jedoch wie im Flug und schon stehe ich wieder dort, wo ich am Anfang stand…

Home, sweet home

Eine super tolle Reise geht zu Ende. Viele super schöne Momente und eine sehr interessante Erfahrung, die ich nicht missen möchte. In vielerlei Hinsicht, aber auch wegen der Sprache. Wenn ich jetzt zurückblicke, blicke ich mit einem Lächeln zurück, auch wenn ich mir hier und da gerne weitere Einblicke in andere Bereiche gewünscht hätte. Aber dafür war die Zeit leider zu kurz. Auch jetzt wird mir wieder bewusst, dass erste Schritt zwar die Schwierigsten sind, aber es sich lohnt diese zu machen. Denn wie heißt es so schön: „Die Welt ist wie ein Buch und wer nie reist, sieht nur eine einzige Seite davon.“

von Samantha Lauenstein

Veröffentlicht von

Andreas Ollmann

Ich bin einer der Inhaber und Geschäftsführer der Ministry Group, einer Gruppe von Spezialisten für die digitale Kommunikation entlang der Kundenkontaktkette. Außerdem habe ich zusammen mit zwei Partnern das Sozialunternehmen Hacker School gegründet, mit dem wir Kinder und Jugendliche für Informatik und IT begeistern wollen, indem sie zusammen mit professionellen Entwicklern selbst etwas erzeugen.

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