Solutions.Hamburg 2015: Hut ab, es war groß(artig)!

Voller Highlights: die #shh15
Voller Highlights: die #shh15

Kinder, wie die Zeit rennt! Schon sind wieder drei Wochen vergangen, seit die Solutions.Hamburg 2015 vorbei ist. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Track “Going mobile” als Qualitätspate ein Teil dieser Veranstaltung auf dem Kampnagel-Gelände sein durften. Hier mein persönlicher Rückblick als Moderator des Tracks:

Wir von MINISTRY sagen “Hut ab” an das gesamte  Silpion Orga-Team, alle Mitorganisatoren, Aussteller, Redner und ein großartiges Publikum! Wir waren ehrlich beeindruckt, wie gut die gesamte Veranstaltung bereits in ihrer allerersten Ausgabe in dieser Größenordnung organisiert war. Denn: was vor 13 Jahren als “kleine Silpion Sommerparty” begann, ist wirklich riesig geworden!

Was wir meinen, wenn wir von “dieser Größenordnung” sprechen? Da werfen wir doch mal eben einen Blick auf…

die Solutions.Hamburg 2015 in Zahlen:

  • 5.000 Quadratmeter Fläche
  • 3.500 Gäste beim abschließenden Sommerfest
  • 300 hochkarätige Speaker
  • 250 Sessions
  • auf die Beine gestellt in nur 9 Monaten von einem 12-köpfigen Orgateam – und ein bisschen auch von den Qualitätspaten. Also solchen Leuten wie uns.

So wurden wir übrigens Qualitätspate

Warum sind wir als Kreativagentur eigentlich Themenpate bei einem Kongress für Digitalisierung, Business und IT geworden? Und dann noch für einen Track über mobile Produkte?

Ganz einfach: Wir denken wie eine Agentur. Und gleichzeitig wie ein Software-Unternehmen. Und engagieren uns darum zum Beispiel aktiv in der Software Allianz Hamburg (SAH), um uns lokal optimal zu vernetzen und auszutauschen. Patrick Postel von Silpion, die ebenfalls ein Teil der SAH sind, hat uns darum gebeten, als Qualitätspate den Track, der damals noch den Arbeitstitel „Corporate Mobility“ trug, inhaltlich zu gestalten. Wir waren spontan begeistert von der Idee, ein Teil der Solutions zu werden und haben – na klar – sofort zugesagt!

“going mobile / thinking mobile” – das war unser Track auf der Solutions

Wenn ich unseren Track Revue passieren lasse, dann steht für mich eines im Vordergrund: Begeisterung. Begeisterung über die zahlreichen Zuhörer, die den Weg in unsere Sessions gefunden haben. Es war toll zu sehen, wie aktiv und interessiert alle dabei waren. Vor allem in der abschließenden Diskussion wurden vom Publikum sehr intelligente und auch zahlreiche Fragen gestellt – das ist alles andere als selbstverständlich auf solchen Events. Danke an alle, die dabei waren – meine Back-up-Überbrückungsfragen konnte ich alle in der Hosentasche lassen – und das ist gut so!

Was mich noch begeistert hat: Die Spontanität von Marthe Oeller, Product Specialist im Marketing bei Tesla Deutschland! Im Wortsinne von heute auf morgen hat Frau Oeller an unserer Podiumsdiskusison zum Trend der “Smart Mobility” teilgenommen – was sich ziemlich zufällig am Vortag bei einer Begegnung am Tesla-Stand ergeben hat.

Last, but not least: Unsere Speaker mit ihren spannenden und unterhaltsamen Beiträgen waren der dritte Grund für mich zur Freude – aber hier nochmal etwas ausführlicher:

Die Keynote: Jeremy Tai Abbett von Google

Jeremy Tai Abbet wurde von uns als Keynoter ausgewählt, um einen verständlichen Überblick über das gesamte Thema “going mobile” zu geben. Wir dachten uns: wer wäre dazu besser in der Lage als der Creative Evangelist von Google? Und wir hatten uns nicht geirrt.

Bei seiner Einführung in die Welt der Mobilität machte Jeremy schnell klar, dass das mobile Internet seine eigenen Regeln hat. Oder wie würden Sie erklären, dass Grumpy Cat drei Mal so viel verdient wie die Schauspielerin Gwyneth Paltrow?

GrumpyCat-vs-GwynethPaltrow

Jeremy’s wohl eingängigste Botschaft im Hinblick auf die Zukunft des mobilen Internets, oder genauer gesagt bezüglich mobile Devices: Das Smartphone übernimmt immer mehr Stufen auf der Maslow-Pyramide. Die oberen drei werden schon komplett durch Smartphones abgedeckt. Es wird aber nicht mehr lange dauern, bis man auch anstatt Schlüssel und Geldbörse nur noch das Smartphone in die Tasche steckt, wenn man das Haus verlässt. Denn: Mobile Zahlungsmöglichkeiten sind genauso auf dem Vormarsch wie Identifikationsverfahren für’s Handy, mit denen man seine Haustür, Auto und Büro öffnen und abschließen kann.

Zum Schluß bekamen wir noch einen Blick in die Werkstatt des Wearable Computing: Jeremy zeigte Einblicke in das gemeinsame Project Jacquard von Google und Levi’s –  unter dem Motto „85% cotton and 15% geek“:

 

Praxiscase mit Ivana Tzschoppe: So erobert die SBB AG die mobile Welt

Zweite auf unserer Showbühne war Ivana Tzschoppe. Sie arbeitet als Agile Change Facilitator bei der SBB AG und treibt dort den Kulturwandel innerhalb der Schweizerischen Bundesbahnen voran. Ihr Ziel ist es, die Innovationskultur im Unternehmen strategisch zu verankern. Vor allem setzt sie dabei auf die Integration von Startups und agilen Werten. Anscheinend nicht unerfolgreich…

Bemerkenswert an ihrem Praxiscase war ihre Art und Weise, die Innovationen der SBB  zu präsentieren, wie beispielsweise den SBB Speedy Shop.

Sie konnte sehr gut verdeutlichen, wie ein großer Konzern im Bereich der Innovationen sich immer wieder nach dem Trial-and-Error-Prinzip langsam, aber sicher in Richtung Zukunft voran bewegen kann. Und machte sehr deutlich, welchen Herausforderungen man begegnet:

Danach brauchten wir alle erst einmal eine kleine Kaffeepause, die zu einer guten Konferenz eindeutig dazu gehört… Bis hierhin waren wir aber anscheinend schon einmal recht inspirierend für unsere Zuschauer – und schürten die Vorfreude:

 

Trendtalk & Tesla App Weltpremiere: Smart Mobility

Nach dem obligatorischen Kaffeepäuschen ging es im letzten Teil unseres Tracks um die Zukunft der Automobilbranche, speziell im Hinblick auf mobile Devices. Zuerst hatten wir eine kurzweilige Einführung im Rahmen eines Trendtalks von und mit W. Matthias Kunze (Trendquest), der über den Trend der “Smart Mobility” aufklärte. Unter anderem postulierte er das modulare und voll-digitale Auto und überlegte, ob damit einhergehend nicht die typischen deutschen Autostädte abgelöst werden durch neue Digitalzentren.

Hamburg ist anscheinend schon ganz gut dabei…

Und auf diesen Aufruf von W. Matthias Kunze…

entwickelte sich sofort eine kleine Twitter-Diskussion:

Mal sehen, was sich daraus so entwickelt. Wer Lust hat, daran mitzuarbeiten, kann sich gerne bei MINISTRY melden…

Danach folgte vor der finalen Podiumsdiskussion eine echte Weltpremiere: Meik-M. Lindberg von vukee stellte live seine neue Tesla App vor. So wurde ganz konkret veranschaulicht, wie Smart Mobility in der Praxis aussehen kann – mithilfe von Mikes Frau, die per Live-Videochat aus der gemeinsamen Wahlheimat Kalifornien zugeschaltet war, um (um 6 Uhr Ortszeit!) zu dokumentieren, wie wunderbar sich der Tesla in den USA auch aus Hamburg öffnen oder starten lässt. Nicht das Einzige, was mit dieser App möglich ist übrigens: Über die App kann man z.B. auch anderen Personen Zugriff auf das Fahrzeug geben, dabei Höchstgeschwindigkeit und maximale Beschleunigung begrenzen und vieles mehr.

Meik fragte sich und uns dann übrigens, ob uns wohl nach dem “Kodak-Moment” und dem “Nokia-Moment” nun der “VW-Moment” oder „Mercedes-Moment“ bevorstehe? Ein spannender Gedanke – und erstaunlich hellsichtig, wenn man sich das #dieselgate wenig später vor Augen führt…

 

Zum guten Schluss: die Podiumsdiskussion

Kurz vor dem Ende unseres ersten (und hoffentlich nicht letzten) MINISTRY Tracks auf der ersten Solutions.Hamburg wurde angeregt diskutiert – rund um die mobile Zukunft der Automobilbranche.

Neben dem aktiven Publikum gilt an dieser Stelle noch einmal unser besonderer Dank den Teilnehmern der abschließenden Podiumsdiskussion:

  • Oliver Franz, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Honda Deutschland,
  • Stefan Schumacher, Director Global Automotive, Connected Vehicle & Mobility Solutions, IBM und
  • Florian Hempel , Landesvertretung Norddeutschland & Berlin-Brandenburg beim BEM / Bundesverband eMobilität e.V.
  • Meik-M Lindberg, Geschäftsführer, vukee GmbH
  • Marthe Oeller, Product Specialist, Tesla Deutschland
  • sowie dem Moderator W. Matthias Kunze.

Unser Solutions.Hamburg 2015 Fazit

Wir machen es an dieser Stelle kurz und knackig: Tolles Event, tolle Sprecher, tolles Publikum – also wir wären wohl 2016 auch wieder dabei! 😉

Und, damit wir auch alles etwas mitnehmen können, noch ein wichtiger Denkanstoß von Jeremy Tai Abbett:

…kombiniert mit dem ultimativen Grund, diese Frage für sich und sein eigenes Unternehmen zu beantworten:

Veröffentlicht von

Andreas Ollmann

Ich bin einer der Inhaber und Geschäftsführer der Ministry Group, einer Gruppe von Spezialisten für die digitale Kommunikation entlang der Kundenkontaktkette. Außerdem habe ich zusammen mit zwei Partnern das Sozialunternehmen Hacker School gegründet, mit dem wir Kinder und Jugendliche für Informatik und IT begeistern wollen, indem sie zusammen mit professionellen Entwicklern selbst etwas erzeugen.

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