Zehn Jahre und länger dabei: unsere Ministry Group-Dinos

Viele Agenturen stecken nahezu 100 Prozent Energie in ihre Produkte. Wir bei der Ministry Group gönnen uns den Luxus, zusätzlich in uns selbst zu investieren. Natürlich geht der Kunde immer vor. Aber darüber hinaus Kraft aufzuwenden, um unsere eigene Kultur hochzuhalten — darauf sind wir stolz.

Dieser Tatsache haben wir es auch zu verdanken, dass mittlerweile vier Mitarbeiter mehr als zehn Jahre bei uns an Bord sind. Den Ministry-Gründer zählen wir einfach mal nicht mit. Wir haben alle vier „Dinos“ auf ein Sofa gesetzt und davor den neuen Azubi, der einige Fragen stellen musste. Ziel: die schönsten Anekdoten herausfinden. Das Tongerät lief mit …

„Meine Lieblingserinnerung ist, wie Mark bei einer Feier auf der ‚Cap San Diego‘ hinter der Theke sitzt, in dein Stück Fleisch beißt und sagt: ‘Jo! Party man!’”, sagt Daniel. „Der Abend war legendär.” Wann diese Erinnerung stattgefunden hat? „Das weiß ich nicht mehr genau, ist bestimmt schon vier oder fünf Jährchen her.”

Partys werden bei der Ministry Group ernst genommen
Party? Wenn es etwas zu feiern gibt, immer! Eindrucksvoll bewiesen von Daniel (l.) und Marcel (r.)

Mark, Marcel, Daniel und Ralph sitzen im Empfangsbereich der Ministry Group. Altes Speicherstadt-Gebäude. Cremon 36. Direkt am Nikolaifleet, dem Geburtsort des Hamburger Hafens. Hier hören sie täglich Möwen, Fleetdampfer und sehr häufig auch Regen, der aufs Wasser platscht. Heute unterbrachen sie ihren Alltag für eine besondere Aufgabe: Sie sollten sich einfach mal eine halbe Stunde Zeit nehmen und drauflosplappern. Was haben sie in den vergangenen gut 17.000 Arbeitsstunden erlebt?

Wie alles begann

„Ich habe 2003 mit meiner Ausbildung hier angefangen”, sagt Marcel. „Vorher war ich Praktikant.” Er sei übers Arbeitsamt da herangekommen, mit 17 Jahren. „Heute bin ich 31! Ich würde mich immer wieder bewerben, auch wenn ich damals einfach nur jung war und glücklicherweise hier reingerutscht bin.”

Daniel: „Du warst jung und ahnungslos.”

Marcel: „Stimmt. Die erste Frage an mich war damals: ‘Wie alt bist du?’ Meine Antwort: ‘17.’ Resultat: gut so, dann könne ich ja Bier holen.”

Daniel: „Das war auch immer das Hauptkriterium damals bei der Einstellung.”

Marcel: „Aber die Frage hat mir sehr gut gefallen, Bier hole ich dann und wann immer noch gern.”

Daniel und Marcel grinsen sich an. Mark macht eine Trink-Bewegung mit der Hand, Ralph klopft ihm auf den Rücken. „So witzig damals.”

„Bei mir war es ein bisschen komplizierter”, sagt Daniel. „Marcel war gerade im ersten Lehrjahr und später der erste Azubi, der übernommen wurde. 2004 habe ich gerade mein Multimedia und Producer-Diplom gemacht. Aber ich hatte nur die Theorie auf dem Kasten, war also praktisch ahnungslos.”

Daniel lehnt sich nach hinten, seine Arme legt er links und rechts weit ausgebreitet auf die Sofa-Rückenlehne, Beine über Kreuz. „Einer Meiner Kumpels war damals DJ, genau wie Marco, CEO und Gründer der Ministry Group. Die kannten sich. So kam mein Kontakt zustande. Marco gab mir eine Testaufgabe, die ich autodidaktisch lösen musste, weil ich einfach keinen Plan hatte. Letztendlich hat es zwar nicht für einen Job, aber für eine Ausbildung gereicht.”

Ralph ist Hobbykoch und wurde mit Utensilien ausgestattet, als er Jubiläum feierte.
Ralph hat zum Jubiläum Gewürze und eine Kochschürze bekommen.

„Ich habe andere Angebote direkt ausgeschlagen.“

Links neben Daniel sitzt Ralph, der erst vor einem Monat sein Zehnjähriges gefeiert hat. „Ich war vorher in einer Marketing- und Vertriebsagentur, wollte aber immer Werbung machen. Ministry fand ich vom Namen her komisch, aber als ich jung war, hatte ich einen Mantel, auf dem der Name der Band ‘Ministry’ stand.” Daniel nickt und lacht. Die kenne er als Musiker auch.

Ralph grinst, beugt sich nach vorn, faltet die Hände und stützt seine Ellenbogen auf die Knie: „Ich also: Cool! Stell ich mich da mal vor. Danach habe ich andere Angebote direkt ausgeschlagen. Hier hatte ich einfach ein gutes Gefühl, ohne es genauer beschreiben zu können. Damals wollte ich es nur eine kurze Zeit ausprobieren. Und dann vergingen die Jahre.“

Mark, der Vierte im Bunde, hat vorher bei der ehemaligen Partneragentur von Ministry gearbeitet. „Meinen Stuhl hat man dann 2006 einfach von einem Büro ins nächste geschoben und schon war ich Mitglied von Ministry. Als wir uns dann irgendwann dazu entschieden haben, uns herauszukaufen, hat man meinen Stuhl wieder gepackt, ins Auto geschmissen und mich von A nach B gefahren.”

Daniel: „So sieht das aus.”

Mark: „So läuft das hier.”

Woran denkt ihr gern zurück?

Daniel: „Nicht gerne, aber mit viel Staunen: Damals war es noch erlaubt, in den Büros zu rauchen. Unfassbar, wie die Büros zugequarzt wurden!”

Mark: „Das war ne Knisterei!”

Daniel: „Die Nerds hatten in ihren Tastaturen diese Brandlöcher, weil die Tasten als Kippenhalter herhalten mussten … die haben sie dann dort vergessen, weil sie so sehr im Tunnel waren.”

Mark fasst sich an die Stirn, schaut auf den Boden und schüttelt den Kopf. „Das hat gestunken, unglaublich.”

Daniel lacht. „Das waren noch Zeiten! Alter, war das eklig …”

Mark: „Und wenn es hart auf hart kam, hattest du eine Zigarette in der Hand, eine im Mund und eine im Aschenbecher.”

Daniel: „Und auf der Tastatur!”

Mark: „Vier Zigaretten auf einmal.”

Der einzige Nichtraucher von damals — Marcel — lehnt sich mittlerweile wie Daniel nach hinten ins Sofa hinein. „Was soll ich denn sagen?” Er gestikuliert mit den Händen, wirft sie beinahe in die Höhe. „Wir waren alle in einem Büro, dazu noch Martin … noch jemand? Ach ja, Kai. Der hat glaube ich auch geraucht.”

Daniel: „Vier Raucher und ein Nichtraucher in einem kleinen Büro.”

Marcel: „Ihr habt meine Lunge damals echt geschunden.”

Daniel: „Da hast du passiv ordentlich was weggehechelt.”

Mark: „25 Jahre deines Lebens verloren wegen des Büros damals. Einfach weg. Du wärst eigentlich 75 geworden, jetzt nur noch 50. Tja – gern geschehen.”

Heute muss Marcel keinen Qualm mehr einatmen und kann stattdessen in der Pause Wii spielen.
Heute kann er durchatmen, vor allem beim Wii-Zocken in der Mittagspause: Ministry-Dino Marcel.

Das alte Ministry Group-Gebäude: wie ein Todesstern

Daniel: „Auch ein schönes Phänomen im damaligen Büro: Die Konferenzräume hatten einen rundum verglasten Erker. Je nach Sonnenstand hat sich die Sonne in den Schrägen gebündelt und wurde in einen einzigen Raum geschossen, das war je nach Uhrzeit ein anderer. Und dort wurde es dann locker 45 Grad heiß.”

Mark: „Wenn du da was auf die Fensterbank gestellt hast, egal was, ist es geschmolzen oder es hat geglüht. Wie beim Todesstern von Star Wars. Manche Kollegen saßen sogar mit Sonnenbrille im Konfi.“

Marcel: „Das ist nicht gelogen! Beschwert habe ich mich aber nicht, ich war früher ein schüchterner junger Mann. Bis Daniel kam.”

Daniel: „Marcel war der größte Butschi auf dem Planeten. Da gibt’s noch Fotos von. Kein Bartwuchs, Monchichi-Frisur. Und dann hab ich ihn versaut. Mit Bullshit-Bingo.”

Marcel grinst. „Ja.”

Daniel: „Mit meinem sinnfreien Gerede.”

Marcel: „Man konnte nicht wirklich weghören, man musste es ertragen. Er hat echt irgendwelche Stories gesabbelt … vom Feinsten. Nur Quatsch.”

Schlechte Angewohnheiten

Marcel: „Hast du eigentlich noch deinen Tick mit dem Wackelbein?”

Mark: „Der Stuhl! Den hast du durchgescheuert mit dem Kippeln!”

Marcel blickt starr nach vorn aus dem Fenster, scheint zu träumen. Dazu bewegt er seinen Kopf wie in Zeitlupe von links nach rechts. „Und den Teppich hast du auch durchgeschrubbelt. Unter deinem Wackelbein war nur noch der nackte Beton.”

Mark: „Aber hauptsächlich hat er einfach nie die Klappe gehalten. Man musste ihm fast schon drohen, damit er die Gosch hält.”

Daniel haut Mark mit der flachen Hand auf die Schulter und schüttelt sie. Dazu schaut er seinem Sitznachbarn direkt in die Augen. „Apropos Drohung: Mark, du hattest doch eine Zeit lang eine Todesliste. Für diejenigen, die dir am meisten auf den Sack gegangen sind. Da standen Marcel und ich immer auf den ersten Plätzen. Aber seit langer Zeit führt unser Kapazitäten-Chef die Liste an. Ich weiß nicht, was der richtig macht.”

Mark: „Stimmt, seit 2011 führt Paddi die an.”

Marcel: „Wir haben immer mal wieder versucht, uns an die Spitze zu drängen, aber es soll einfach nicht mehr sein.”

Mark: „Aber jetzt mal ehrlich … also wir sind ja unter uns … es gab diese Liste gar nicht. Aber teilweise haben mich die Leute mit ängstlichem Gesicht angeguckt. Das war echt witzig.”

Ralphs Haare hingen ihm früher bis ins Gesicht.
Das Phantom der Oper? Nein, Ralph mit anderer Frisur.

Wie haben sich eure Kollegen verändert?

Marcel: „Daniel hatte damals einen Ziegenbart.“

Daniel: „Einen richtig ekligen Goatie!“

Marcel: „Ich hatte wesentlich mehr Gel in den Haaren, Ralph hatte den Boyband-Style und Mark sieht genauso aus wie vor zehn Jahren.”

Daniel: „Ralph hat sich witzig verändert. Damals noch kein Bart, dafür lange Haare im Gesicht hängen.”

Marcel: „Stimmt, die Hälfte des Gesichts war weg. Phantom der Oper. Einfach Haare statt Maske.”

Ralph: „Daniel hatte lediglich mehr Gel in den Haaren? Quatsch. Und Marcel, du hast echt alle Styles durch! Aber ich kann über euch nur Nettes sagen. Marcel macht Spaß, macht seinen Job, ist ansonsten aber bei allem dabei. Daniel ist immer professioneller geworden in seinem Bereich und bringt sich auch privat ein, meist mit sehr viel Leidenschaft. Und Mark ist einfach ruhig, entspannt, lustig und zieht sein Ding immer perfekt durch.”

Ralph tippt sich kurz auf die Stirn. „Aber mir fällt ein: Daniel, du hast deinen Klamotten-Stil verbessert, seitdem du mit Kirsten zusammen bist.”

Kirsten ist ebenfalls Mitarbeiterin bei der Ministry Group und geht in diesem Moment in Hörweite an den vieren vorbei.

Daniel: „Das ist ein absoluter Trugschluss, ich kann das Gegenteil beweisen. Ich hatte damals deutlich längere Haare, nach hinten gegelt wie ein Helm. Aber ansonsten sah ich gut aus!”

Marcel: „Stimmt, wir hatten die Dosierung des Haargels nicht so raus.

Ralph: „Aber Mark — jetzt mal im Ernst. Keine Veränderung bei dir.”

Kirsten Chica, auch Kirschi genannt, schaltet sich ein: „Mark ist halt ‘n geiler Typ!”

Marcel: „Wie willst du Perfektion noch verändern.”

Mark: „Das ist bei mir wie bei Chuck Norris. Das Alter hat Angst vor mir. Stichwort Todesliste.”

Marco Luschnat hat sich vom Anzugträger zum lässigen Chef entwickelt.
Gründer und CEO der Ministry Group: Marco Luschnat früher und heute. Als Chef sagt er: „Hier duzt man sich!“

Warum arbeitet ihr gern hier?

„Die Ministry Group auf dem Weg von der Umsetzungsagentur zur Kreativagentur“, sagt Ralph. „Und tauchen viel tiefer in die Problemstellungen der Kunden ein. Dazu bündeln wir mittlerweile viel mehr Expertise. Heute haben wir Planer, Texter, PR-Spezialisten und Technik-Profis. 2017 ist das Jahr unserer Professionalisierung. Das ist, was ich immer wollte.”

Marcel: „Ich arbeite hier wegen Kirsten. Jeden Morgen komme ich ihretwegen gern her.”

Kirschi lacht.

„Die Atmosphäre war hier immer schon familiär, am Anfang habe ich zu Marco noch ‘Hallo Herr Luschnat’ gesagt“, sagt Marcel.

„Marco nur so: ‘Ne alter, wir duzen uns hier.‘ Und fertig. Das kannte ich nicht, mochte es aber auf Anhieb. Und es schweißt vor allem zusammen, wenn man geile Projekte schmeißt und die dann mit seinen Kumpels abliefert.

Daniel: „Ich habe mich am Anfang auch genau deshalb bei der Ministry Group wohlgefühlt. Man sitzt nach Feierabend oft noch zusammen und trinkt was, chillt. Eine herzliche, freundschaftliche Beziehung zu allen. Immer, wenn ich das Gefühl hatte zu stagnieren, konnte ich mich weiterentwickeln und in eine für mich bessere Position hineinwachsen. Das hat mich immer bei der Stange gehalten.”

Ralph steigt nochmal ein: „Ich kann  machen, was ich will. Man wird in Ruhe gelassen, und wenn ich was erreichen möchte, kann ich das voranbringen. Vor ein paar Jahren wollte ich schon, dass wir strategischer und konzeptioneller arbeiten, also konnte ich ein Team dafür aufbauen und loslegen. Der Freiraum ist da. Man muss ihn sich nur nehmen. Das ist ein wichtiger Teil unserer New Work-Kultur. Man kann das tun, was man wirklich, wirklich will.“

Mark: „Und ich wurde halt immer samt Stuhl mitgenommen. Da ich bisher noch nicht vor die Tür geschoben wurde, bin ich noch bei der Ministry Group.”

 

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